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Bienenblumen

Immer wieder ist davon die Rede, dass es die Bienen so schwer haben. Weil sie nichts zu fressen finden. Jetzt hatte der Münchner Merkur mit dem Umweltministerium eine Aktion gestartet und nicht nur darüber berichtet, sondern auch einen Saatteppich mit bienenfreundlichen Blumen bzw. den Samen dafür als Beilage in der Zeitung.

Saatteppich von der Staatsministerin höchstpersönlich!


Ich habe einen noch leeren Blumentopf. Der Salat, den ich dort angesät habe, will nicht wachsen. Keine Ahnung, woran das liegt. Jetzt habe ich hier mal diesen Saatteppich eingesetzt und gegossen. Vielleicht wächst das ja?

Ein leerer Eimer bzw. Pflanztopf mit Erde. Vielleicht wird’s ja was?


Mit etwas Glück blühen dann dort Ringelblumen – so wie im Balkonkasten. Da hat eine von ihnen jetzt eine herrliche gelbe Blüte. Also liebe Bienen: kommt zuhauf!

So schön blüht eine andere Ringelblume auf meinem Balkon!

Tomaten

Jetzt also doch! Ich hatte eigentlich heuer keine Lust auf Tomaten auf dem Balkon. Aber die leeren Farbeimer, die als Tomatentöpfe dienen, wollte ich weder ansehen noch wegräumen.


Zum Vorziehen der Tomatenpflänzchen ist es jetzt zu spät und außerdem bin ich heuer etwas faul in dieser Hinsicht. Also habe ich gestern in der Gartenabteilung vom Baumarkt zwei Tomatenpflanzen erstanden:

Eine etwas größere, die schon Blüten hat. Und eine, die gerade groß genug ist, um allein weiter zu wachsen.


Die habe ich heute eingesetzt und hoffe nun, dass sich die Investition lohnt und ich im Sommer ein paar Tomaten ernten kann.


In dem anderen Eimer habe ich Salat gesät. Da hatte ich noch Samen. Mal sehen, ob das was wird!

Tomatenzucht von A bis Z

Wie die Kerne in die Tomaten kommen, kann ich euch leider nicht erklären. Aber ich kann euch zeigen, wie aus den Kernen Tomaten werden. Das ist zwar ein bisschen aufwendig, macht aber auch Spaß.

Los geht’s im Spätsommer oder Herbst – und zwar mit der Ernte. Was? Wir fangen am Ende an? Naja – jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne und so ist das auch bei den Tomaten. Nach der Ernte, vor dem Essen, nehmt ihr ein paar Kerne aus den Tomaten und legt sie beiseite. Ich habe sie auf einem Stück Küchenkrepp gelagert. Die Glibbermasse kann dranbleiben, es trocknet ja eh ein. Dann passiert erstmal nichts (außer, dass man seine geernteten Tomaten aufisst und genießt).

Tomaten Valencia

Tomaten Valencia

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Die Kerne auf dem Küchenkrepp lagen bei mir in der Küche und warteten, bis es Februar oder März wurde. Dann habe ich die Kernchen vorsichtig von dem Küchenkrepp gelöst. Ein bisschen Wasser war hilfreich. Denn jetzt, zwischen Ende Februar und Ende März, werden die Kerne eingepflanzt. Dazu habe ich ein Pflanztöpfchen mit Anzuchterde befüllt. Anzuchterde ist eine spezielle Erde für Jungpflanzen ohne Dünger. In gedüngter Erde würden die jungen Wurzeln verbrennen. Die Tomatensamen kommen nur leicht unter die Erdoberfläche. Zum Gießen verwende ich eine Sprühflasche. Mit der Gießkanne würden die Samen weggeschwemmt oder ertränkt werden.

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Wer keine kleinen Pflanztöpfchen hat, kann übrigens auch das Innere von Klopapierrollen verwenden. Einfach auf ein Tablett oder einen Unterteller stellen, mit Anzuchterde füllen und dann in jede Rolle je eine Tomate ansäen. Eine weitere Idee: Zeitungspapier. Der Vorteil: Die Pflänzchen müssen dann nicht umgetopft werden, sondern können mit der Rolle in den Haupttopf umziehen. Das Papier verrotet. Wie’s geht, seht ihr hier

Tomaten brauchen Licht und Wärme zum Keimen. Da böte sich ein Mini-Gewächshaus an. Ich habe so etwas nicht, aber dafür einen Trick: Über das Töpfchen spanne ich Klarsichtfolie. Darunter bildet sich Wärme und es ist schön feucht – genau das richtige Klima zum Keimen. Nach ein paar Tagen zeigen sich auch schon erste Keimlinge. Dann ist es wichtig, die Klarsichtfolie etwas anzuheben, so dass Luft ins „Gewächshaus“ kommt. Zum einen brauchen die Keimlinge Luft, zum anderen droht sonst Schimmelgefahr. Je größer die Kleinen werden, desto weniger Folie brauchen sie. Ich entferne sie meistens, wenn sich zwei bis drei Blättchen zeigen.

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Auf dem Fensterbrett ohne direkte Sonneneinstrahlung wachsen die Tomaten meist schnell. Allerdings müssen sie bis zu den Eisheiligen Mitte Mai im Haus bleiben. Tomaten vertragen keine Kälte. Erst nach den Eisheiligen sind auch in Bayern die Nächte zuverlässig frostfrei. Eine Garantie gibt’s natürlich nie.

Mitte Mai dürfen die Tomaten endlich ins Freie! Tomaten sind Starkzehrer, die viel Dünger brauchen. Deshalb gebe ich einen Langzeitdünger in den Topf, etwa auf die Hälfte der Erde. Dann nochmal kräftig Erde drauf und zum Schluss werden die Tomatensetzlinge eingepflanzt. Beim Umtopfen muss man sehr vorsichtig sein, damit man die jungen Wurzeln nicht abreißt. Ein Schaschlik-Spießchen kann als Hebel helfen. Noch sehen die Tomatenpflänzchen sehr klein aus. Aber natürlich werden sie wachsen. Deshalb darf man die Mini-Dinger nicht zu eng setzen. Bei mir wachsen sie in einem ausgedienten Farbeimer, vier Pflanzen teilen sich ein Zuhause. Das hat bisher ganz gut geklappt. 

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Ja – und jetzt heißt es abwarten und gießen. Zuerst wird sich im Freien nicht viel tun. Die Pflänzchen sind erstmal in der Eingewöhnungsphase, die Wurzeln festigen sich. Und dann geht’s auch steil nach oben. Das Kraut schießt meist regelrecht. Beim Gießen muss man darauf achten, dass keine Erde nach oben spritzt. Tomaten sind an sich recht pflegeleicht, aber für bestimmte Krankheiten doch anfällig. Gefürchtet ist die „Braunfäule“. Da werden die Blätter auf einen Schlag braun und alle Tomaten sind tot. Braunfäule ist eine Pilzkrankheit, die aus der Erde kommt. Vorbeugend sollte man eben nicht nur darauf achten, dass beim Gießen keine Erde an die unteren Blätter spritzt. Es ist ebenso wichtig, dass die Tomaten generell nicht nass werden. Deshalb vor Regen schützen. Auch im Gewächshaus kann Braunfäule entstehen: Wenn nicht genügend gelüftet wird. Außerdem die Tomaten regelmäßig „ausgeizen“, so dass zwischen den Blättern genug Luft durchziehen kann.

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Mit „ausgeizen“ wird das Entfernen von Trieben in den Blattachseln bezeichnet. Tomaten wuchern regelrecht. Damit man am Ende nicht nur Kraut, sondern auch Früchte hat, kann man das Wuchern etwas eingrenzen. 

Irgendwann werden sich erste gelbe Blüten zeigen. Und wie das so ist, müssen die bestäubt werden, damit eine Frucht entstehen kann. Wer keine Bienen oder Hummeln zur Hand hat, kann die Tomaten selbst bestäuben. Da in einer Blüte sowohl männliche als auch weibliche Bestandteile enthalten sind, reicht ein leichtes, vorsichtiges Schütteln. Wenn sich die Blüten bewegen, erfolgt die Bestäubung. 

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Wie schon erwähnt, sind Tomaten Starkzehrer. Sie brauchen viel Wasser und regelmäßig Dünger. Der Langzeitdünger unterstützt das Ganze nur. Ich gebe ihnen einmal pro Woche Flüssigdünger. Und damit die Erdoberfläche nicht so arg austrocknet, lege ich dort die abgeschnittenen Geiztriebe aus. Das düngt auch noch.

Ja – und dann ist der Sommer dran, der die Tomaten heranreifen lässt. Irgendwann werden die grünen Früchte gelb und dann rot. Jetzt sind die Kerne auch in den Tomaten drin – aber wie sie da reingekommen sind? Keine Ahnung … einfach Tomaten aufschneiden, Kerne entnehmen und im Frühling einpflanzen …

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Tomaten und Gurken angesät

Viele haben ihre Tomaten schon im Februar angesät. Das habe ich in den vergangenen Jahren auch gemacht. Mit dem Ergebnis, dass die Pflänzchen ziemlich lange auf dem Fensterbrett standen und nicht raus konnten. Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen sie raus.

Jetzt versuche ich mal, ob es reicht, wenn ich einen Monat später anfange.

Ich habe Samen von meinen Tomaten vom letzten Jahr aufgehoben. Die kleinen Tomaten waren super. Jetzt hoffe ich, dass die Samen keimen.

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Aus Valencia habe ich gestreifte Tomaten mitgebracht. Auch da habe ich ein paar Kerne aufgehoben und jetzt eingepflanzt.

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So sah die „Mama“-Pflanze übrigens aus:

Tomaten Valencia

Tomaten Valencia

Außerdem will ich heuer Gurken haben. Ich habe mir Samen einer kleinwüchsigen Sorte gekauft. Ganz schön teuer. 6 Euro – für 4 Kernchen!

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Ganz wichtig für die Anzucht: spezielle Anzuchterde! Die ist ungedüngt. Gedüngte Erde ist für die „Babys“ nichts. Da würden ihre Wurzeln verbrennen.

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Jetzt sind sie alle in der Erde. Gegossen wird nicht mit der Gießkanne, sondern mit der Sprühflasche. Dann werden die Samen nicht weggeschwemmt, sondern leicht feucht.

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Im Baumarkt und bei Tchibo gab’s so schicke Mini-Gewächshäuser. Ich brauche das nicht – ich mach das so: über die Töpfchen kommt Frischhaltefolie.

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Dadurch entsteht derselbe Effekt wie im Gewächshaus. Zum Gießen hebe ich die Folie dann an. Und sobald erstes Grün zu sehen ist, wird die Folie mit einem Zahnstocher bissl angehoben. Frischluft ist dann nötig.

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Aber bis es soweit ist, vergehen noch ein paar Tage.